Kayıtlar

Rebellion durch Geschichten-Erzählen

ERZÄHLEN ALS MOTOR DER SELBST- UND WELTVERWANDLUNG BEI GERHARD KÖPF Gerhard Köpf ist ein deutscher zeitgenössischer Autor, im Zentrum dessens Schreibens Erzählen liegt. Er ist überzeugt, dass eine humanere Welt erst dann gelingen kann, wenn humanere Geschichten erzählt werden können. In diesem Zusammenhang wird hier eine seiner fiktionalen Werke untersucht und zwar sein letztes Werk “Nurmi oder die Reise zu den Forellen.1996 [1] ”, denn dort erzählt Gerhard Köpf die Geschichte einer Beziehung zwischen dem Onkel und seinem Neffen, der sich in die Haut seines Onkels verwandeln will. In diesem Werk geht es darum, das Verlieren zu lernen, da es ein Bestandteil des Lebens ist. Um etwas Wertvolles zu erreichen, sollte man sich nach Onkel Nurmi auch bereit erklären, etwas zu verlieren. Das ist der zu bezahlende Preis des Lebens. Auf der Reise nach Finnland wird nicht nur diese Beziehung dargestellt, sondern auch die Bedeutung geschichtlichen Denkens und des Erzählens...

Diskurs als Möglichkeit eines besseren Lebens

Reisen, Lesen und Erzählen als Steigerung eines besseren Lebens bei Gerhard Köpf* Gerhard Köpf ist ein zeitgenössischer deutscher Autor. Sein Werk „Bluff oder das Kreuz des Südens“ [1] trägt in seinem literarischen Schaffen eine besondere Bedeutung, weil dieses für Jugendliche geschrieben worden und die Erzählweise im Vergleich zu seinen früheren Werken einfacher ist. In diesem Werk geht es, wie in den anderen früheren Werken Köpfs, um die Kraft des Erzählens, das Reisen und Lesen, die Suche nach dem persönlichen und gesellschaftlichen Glück, die Vergeblichkeit dieser Suche, weil sich weder das persönliche noch das gesellschaftliche Glück realisieren, sondern nur in der Vorstellungskraft nachleben lassen. Angesichts der Erzählweise, der Thematik und der Figuren in diesem Roman – die eine Hauptfigur ist Özal, der aus der Türkei, dem Land der Ahnungslosen kommt – ist es aufschluβreich, dieses Werk zu untersuchen. Der Ich-Erzähler macht sich mit seinem...

Orhan Pamuk und Künstler

Künstlerische Problematik im Werk von Orhan Pamuk „Rot ist mein Name“* Im ersten Kapitel des Romans „Rot ist mein Name“ [1] stellt Pamuk den Held im Grab dar, der Hoffnung hat, dass sein Mörder gefunden wird. Der Roman beginnt, als wäre er eine Kriminalgeschichte. Der im Grab liegende ist ein Künstler, der getötet wurde, weil er damit beschuldigt worden war, die osmanische Kunst verraten zu haben. Der Leser bekommt keinen geringsten Hinweis auf die Spuren des Mörders. Ein Auftrag von dem Padischah kommt in das Spiel, das in die Problematik des Romans einmündet. Kara, ein ehemaliger Illustrator und Diplomat, der schon von der Porträtkunst der Italiener fasziniert ist, der sich zwölf Jahre in Persien aufgehalten hat und nach Istanbul zurückkehrt, und sich sowohl in der islamischen als auch in der westlichen Kunst gut auskennt, bekommt von dem Padischah den Befehl, ein illustriertes Buch zu verfassen, das die Überlegenheit und die Macht der islamischen Religion ...